…darfst Du traurig sein,
Darfst Du Dich Nachts in den Schlaf weinen.
Du darfst vermissen,
Darfst alles Schlechte wegwischen,
Und ja, Du darfst auch mal Deine verrückte Nachbarin beschimpfen,
Darfst erhobenen Hauptes die Nase rümpfen,
Wenn Dir einer blöd kommt
Und prompt verstummt beim Anblick Deiner lauten Traurigkeit.
Du darfst Dich wälzen in ihr,
Darfst verschmelzen mit ihr,
Nur um Dich anschließend wieder zu lösen,
Und das Einssein mit ihr als Täuschung zu entblößen.
Denn all die Trauer, der Schmerz und die Wut
Sind letztlich nur dafür gut,
Zu spüren, dass Du lebst – fähig zu fühlen,
In menschlichen Abgründen zu wühlen.
Egal wie düster der Ort ist,
An dem Du jetzt bist,
Mitten in Dir entzündest Du das Licht,
Das Deinem wahren Zuhause – der Liebe – entspricht.