spielraumleben

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Und noch ein Coach mehr auf der eh schon überlaufenen Bildoberfläche… Ja, das stimmt, wobei ich mich lieber als Trainerin, als Vermittlerin bezeichne. Und dann noch spirituell! Ja, das stimmt auch. Also bestimmt so ne „Eso-Tante…!“ Nein, das stimmt nicht. Wobei… Diese Facette habe ich wohl auch in mir – siehe hier 😊.

Und da wären wir doch auch schon beim Thema: Facetten. Nicht zu verwechseln mit Fassaden, denn genau jene beginnen zu bröckeln, stürzen schließlich ein, wenn wir all unseren Facetten Raum geben, uns wahrhaftig ausdrücken. So gesehen können wir Facetten sogar als das Gegenteil von Fassaden betrachten.

Und ich schätze, für viele unter uns ist genau dieser Punkt der Fassade das Problem beim Coaching, erst recht beim spirituellen Coaching, oder? Sitzt da jemand vor mir, der so tut als ob… Erzählt mir da jemand etwas, das er selbst noch gar nicht verstanden, geschweige denn erlebt hat? Spricht jemand mit einer unnatürlichen Stimme (siehe „Momomonika“)?

Hart unangenehm. Habe ichs mit Fassaden zu tun, ob im Coaching oder sonst wo, ist das hart unangenehm. Ertappe ich mich allerdings selbst in einer Fassade, ist das noch viel härter unangenehm.

Damit will ich sagen, ich werde mich hier nicht über jene beschweren, die ihre Fassaden nach außen tragen, denn wer tut das nicht (und ich liebe meine Momomonika!), sondern davon berichten, wie mich meine Fassaden auf direktem Weg zu meinen Facetten führen.

Ist das genial!?

Zugegeben, es ist ein ständiger Drahtseilakt: Facette, Fassade, Facette, Fassade – was ist was? Mit dem Verstand allein lässt sich diese Frage kaum beantworten, denn auf der intellektuellen Ebene – besonders, wenn wir uns selbst als intellektuell ausgesprochen begabt betrachten 😉 – bleiben Facette und Fassade intellektuelle Konzepte. Während wir uns also rational fragen, was nun stimmt, weiß es unser Körper schon lange.

Das war für mich der Schlüssel: Zu erfahren, was mein Körper alles „weiß“ oder noch treffender formuliert: Was mein Körper alles zu empfinden vermag. Als ich begann, meinen Verstand auf meinen Körper zu lenken, löste sich mein Denken auf, vielmehr begann ich mit dem Körper zu denken, Verstand und Körper arbeiteten Hand in Hand, um mir fühlendem Wesen begegnen zu können. Knick Knack! Womit wir bei unserer Gefühlswelt angelangt wären (wobei es Gefühle und Emotionen zu unterscheiden gilt, doch dieses Thema betrachten wir an anderer Stelle).

Und hier wird es doch interessant, denn wie fühle ich denn? Womit fühle ich denn? Oder ganz konkret gefragt: Woran merke ich, dass ich „fühle“…?

Als ich anfing, meine Gefühle mit meinem Körper wahrzunehmen, veränderte sich alles. Es gab nun keine guten und schlechten Gefühle mehr, es gab nur körperliche Empfindungen, welchen ich meine Aufmerksamkeit schenkte und hinterher durfte mein Verstand, mein ach so begabter Intellekt, zusammenfassen und erklären – Gott sei Dank, hatte der auch noch was zu tun!

Doch ehrlich gesagt, ist mein Verstand meist erstaunlich still, nachdem ich in mein Körperbewusstsein eingetaucht bin – eine der wohl schönsten Empfindungen: Staunen. Immer stellt sich dieses Staunen in mir ein, wenn Kopf, Herz und Körper in vollkommener Harmonie schwingen – nichts wollen, einfach (miteinander) einverstanden sind.

Das ist Frieden: Einverstanden-Sein mit dem, was ist, wie es ist, dass es ist. 

Insofern bin ich völlig damit einverstanden, dass auch ich nun auftauche aus dem Ozean der Coaches, Berater, Therapeuten – Gott sei Dank bin ich aufgetaucht! Schließlich bin ich kein Fisch, der ewig unter Wasser bleiben kann! Als Mensch habe ich die Möglichkeit, aufzutauchen.

Und dann? Dann schwimme ich durch das Meer des Lebens, den Kopf über, den Körper unter Wasser. Ich bin also stets in drei Welten anwesend: Im Wasser, auf dem Wasser, über dem Wasser – eine unterbewusste, bewusste und überbewusste Realitätsebene.

Wow! Und auf welcher Schiene bin ich nun unterwegs? Bleiben wir bei dem Bild, ist der größte Teil von „mir“, in dem Fall meines Körpers, unter Wasser. Und tatsächlich ist es so, dass wir ab etwa 21 Jahren (je nach entwicklungspsychologischer Studie und philosophischer Lehre auch schon früher) hauptsächlich unsere Vergangenheit wiederholen und das Leben so „bewerten“, wie es uns unsere Erfahrungen lehrten. Wir treffen unsere Entscheidungen also vor allem aus unserem Unterbewusstsein, nicht aus unserem Bewusst-Sein heraus, wie wir womöglich angenommen haben.

Und nochmal: Knick Knack! Spüre ich aber meinen Körper unter Wasser, merke meine Atmung und fühle die Wärme der Sonne, die mit auf den Kopf scheint, halte ich in meiner Schwimmbewegung inne, genieße und gleite instinktiv in die Rückenlage (sonst würde ich ja untergehen!).

Interessant! Nun „liegt“ der Großteil meines Körpers auf dem Wasser, getragen vom Wasser, mir der Tiefe unter mir und der Weite über mir bewusst.

Dies passiert, wenn ich mich auf mein Körperbewusstsein verlasse. Ich werde gegenwärtig – Unterbewusstsein, Bewusstsein und Überbewusstsein schwingen gleichzeitig in mir. Diese körperorientierte Bewusstseinsarbeit üben wir in den „Spieltrainings mit Cosmogetic & Pantarei“ gemeinsam (Ja, ich übe immer mit! 😊). So wechselst Du nachhaltig von Fassade zu Facette und lebst Deinen Spielraum als Mensch.

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